Declassified – Das Geheimnis des Teufelsbergs

Am 3. Oktober 2024 eröffnet auf dem Teufelsberg die neue temporäre Ausstellung „Declassified – Das Geheimnis des Teufelsbergs“, die tiefe Einblicke in die spannende und weitgehend unbekannte Geschichte dieses faszinierenden Ortes gewährt. Konzipiert und umgesetzt von °pha Architekten BDA aus Potsdam unter der Leitung von Kurator Arndt Hermann, beleuchtet die Ausstellung die historischen Ereignisse, die sich über die letzten 100 Jahre auf dem Teufelsberg abgespielt haben.

Ein Ort voller Geschichte und Kontraste

Der Teufelsberg, der größte Trümmerberg der Welt, ist nicht nur ein markanter geographischer Punkt, sondern auch ein Brennpunkt der deutschen Geschichte. In den frühen 1900er Jahren wurde das Gebiet als Jagdrevier der deutschen Kaiser genutzt, bevor es später zum Erholungsort für die Berliner Bevölkerung wurde. Doch mit dem Zweiten Weltkrieg änderte sich die Bedeutung dieses Ortes: Adolf Hitler legte hier den Grundstein für seine geplante Welthauptstadt Germania. Nach dem Krieg wurde der Berg aus den Trümmern Berlins aufgeschüttet, wobei 26 Millionen Kubikmeter Schutt aus der zerstörten Stadt die Ruinen des geplanten NS-Bauwerks bedeckten.

Spannend wird es jedoch im Kalten Krieg: Der Teufelsberg entwickelte sich zu einem zentralen Abhörposten der westlichen Alliierten. Hier arbeiteten rund 2.000 Soldaten, um die Kommunikation des Ostblocks zu überwachen und wertvolle Informationen zu gewinnen. Diese Spionagetätigkeiten und die damit verbundenen Geheimnisse, darunter ein Skandal um die Weitergabe geheimer Akten an die Stasi und den KGB, sind ein wesentlicher Teil der Ausstellung.

Was erwartet dich?

Die Ausstellung nimmt dich mit auf eine Reise durch die Zeit und in die verborgenen Winkel der ehemaligen Abhörstation. In den dunklen und geheimen Gängen der Anlage wird die Geschichte anhand von großformatigen Fotografien, Audiostationen, Installationen und Filmprojektionen anschaulich und leicht verständlich erzählt. Interviews mit Zeitzeugen, darunter ein amerikanischer Abhöranalyst und der ehemalige Chefredakteur des „Spiegels“, beleuchten den geopolitischen und sicherheitspolitischen Wert des Teufelsbergs während des Kalten Krieges.

Besonders eindrucksvoll ist die Inszenierung in den original erhaltenen Räumen der Abhörstation, die behutsam restauriert wurden, um den authentischen Zustand des Gebäudes zu bewahren. Die Ausstellung nutzt diesen einmaligen Rahmen, um eine Atmosphäre der Geheimhaltung und Spannung zu schaffen, die den Besucher*innen in die Zeit des Kalten Krieges zurückversetzt.

Die Ausstellung gibt nicht nur Einblick in die Geschichte des Ortes, sondern auch in die Welt der internationalen Spionage. Die Besucher*innen erfahren, wie westliche und östliche Nachrichtendienste auf dem Teufelsberg agierten und welche Informationen hier gesammelt wurden. Diese geheimen Aktivitäten prägten die internationale Politik und führten zu deutsch-amerikanischen Skandalen, die bis in die heutigen Enthüllungen der Snowden-Affäre nachwirken.

Ein Muss für Geschichts- und Kulturinteressierte

Die Ausstellung „Declassified – Das Geheimnis des Teufelsbergs“ bietet eine einzigartige Möglichkeit, in die unbekannten Kapitel der deutschen und internationalen Geschichte einzutauchen. Sie verbindet historische Ereignisse mit eindrucksvollen visuellen und auditiven Erlebnissen und macht den Teufelsberg zu einem Ort, der nicht nur Historiker*innen, sondern auch alle Neugierigen begeistert.

Die Ausstellung bietet faszinierende Einblicke in eine Welt voller Geheimnisse und zeigt, wie stark ein Ort in Berlin die weltpolitischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts beeinflusst hat. Verpasse also nicht die Chance, „Declassified“ selbst zu erleben und mehr über die Geheimnisse des Teufelsbergs zu erfahren! Der Besuch der Ausstellung ist ab dem 3. Oktober möglich und im regulären Eintrittspreis enthalten. Buche deine Ticket jetzt!

Beatgarten Open Air

Dieses Jahr wurde die Berliner Techno-Szene zum Weltkulturerbe ernannt – und der Teufelsberg ist stolz, ein Teil davon zu sein. Von Mai bis September verwandelte sich der historische Berg einmal im Monat in eine Tanzfläche unter freiem Himmel. In Zusammenarbeit mit dem DJ-Kollektiv Lost In entstand eine besondere Serie von Open-Air-Events. Besuchende konnten inmitten dieser ikonischen Location zu wechselnden Berliner DJs tanzen und die außergewöhnliche Atmosphäre genießen. Jede Veranstaltung bot eine neue musikalische Reise und bescherte viele unvergessliche Momente, geprägt von pulsierenden Beats und viele Sonnenstunden.

Hinter den Kulissen

Das Besondere am Beatgarten war mehr als nur die atemberaubende und einzigartige Location auf dem Teufelsberg. Es war die Leidenschaft, Kreativität und Energie, das DJ Kollektiv Lost In jede Veranstaltung steckte. Nach ihrem erfolgreichen Auftakt beim Power of Female Art Festival im März 2024 ist die Entscheidung gefallen, eine gemeinsame Veranstaltungsreihe ins Leben zu rufen. Von April bis September verwandelten sie den Teufelsberg, für einen Tag im Monat, in einen einzigartigen Open-Air-Club und begeisterten das Publikum mit erstklassiger elektronischer Musik. Doch Beatgarten war mehr als nur Musik – Lost In entwickelte für jede Veranstaltung ein eigenes Deko Konzept mit handgemachten Deko Elementen, Licht Installationen und weiteren Highlights.

Eine besondere Verbindung zwischen Lost In und dem Teufelsberg machte das Event noch magischer. Mehrere Mitglieder von Lost In sind auch Teil des Teufelsberg-Teams, was ihnen ein einzigartiges Verständnis für den Ort gab und es ihnen ermöglichte, unvergessliche Erlebnisse zu schaffen. Für einen Blick hinter die Kulissen schau dir unser Instagram Reel an.

Die Reise von Lost In

Die Wurzeln von Lost In reichen tief. Was als enge Gruppe von Freund*innen in Falkensee, einer kleinen Stadt in der Nähe von Berlin, begann, ist zu einem Kollektiv gewachsen, das von der gemeinsamen Liebe zur Musik und Gemeinschaft angetrieben wird. Als die lokalen Partyangebote nicht überzeugten, nahmen sie die Sache selbst in die Hand und organisierten intime Raves an Orten wie dem Forsthaus Brieselang und dem Jugendforum „Egal“. Ihre Vision war klar: Räume für großartige Musik und Zusammengehörigkeit zu schaffen.

Von House und Techno bis hin zu Trance und Groove – Lost In’s Events bieten für jeden Geschmack etwas. Einige Mitglieder des Kollektivs produzieren sogar ihre eigenen Tracks, treten selbst auf und laden Gast-DJs ein, um das Line-up noch abwechslungsreicher zu gestalten. Ihr Hauptanliegen ist es, eine einladende und sichere Atmosphäre zu schaffen. Lost In legt großen Wert auf Achtsamkeit, sodass ihre Partys nicht nur musikalisch herausragend, sondern auch emotional inklusive Räume sind.

Der Erfolg von Lost In beschränkt sich nicht nur auf den Teufelsberg. Im September 2023 veranstalteten sie ihre erste Clubnacht im Humboldthain Club, die ein voller Erfolg war und nun alle drei Monate stattfindet. Auch im MOPS Adlershof, einem Teil der Humboldt-Universität, haben sie unvergessliche Nächte veranstaltet. Egal, wo sie auftreten, Lost In bringt immer die gleiche Energie und Hingabe mit, um Menschen durch Musik zu vereinen.

 

Während sie in der Berliner Clubszene immer mehr Fuß fassen, hat Lost In noch größere Träume. In Zukunft wollen sie auch auf Festivals durchstarten. Doch ihr Fokus bleibt derselbe: Es geht nicht ums Geld, sondern um die Musik und die Menschen. Alle Einnahmen fließen in die Bezahlung von Techniker*innen und Equipment, der Rest wird in zukünftige Events reinvestiert. Dank zahlreicher Freiwilliger wird jede Veranstaltung immer professioneller und wirkungsvoller.

Ein unvergesslicher Sommer

Doch die Magie des Beatgartens liegt nicht nur bei Lost In oder die besondere Location. Ihr, das Publikum, habt einen entscheidenden Beitrag geleistet. Es war die Energie der Menge und die gemeinsame Liebe zur Musik, die diese Events wirklich zum Leben erweckt hat. Ohne euch wäre die Atmosphäre nicht dieselbe gewesen. Ob ihr den ganzen Tag getanzt oder einfach nur die Stimmung genossen habt – ihr habt etwas ganz Besonderes geschaffen.

Mit dem letzten Beatgarten des Jahres 2024 hinter uns, können wir mit Sicherheit sagen, dass es ein unvergesslicher Sommer war. An alle, die mit uns unter freiem Himmel getanzt haben – ihr habt diese Momente besonders gemacht. Die unvergesslichen Augenblicke könnt ihr in unserem Instagram Reel noch einmal erleben.

Buchstabe H – Drew.Lab_One – Meisterhafte Kalligrafie in der Street Art

In den lebendigen Straßen Berlins hat sich Drew.Lab_One, eine vielseitige Künstlerin aus Italien, einen Namen gemacht, indem sie semi-realistische Porträts mit abstrakter Kalligrafie verbindet. Seit 2013 lebt sie in Berlin und beeindruckt mit ihren multidisziplinären Werken, inspiriert von ihrer Leidenschaft für Mythologie, alte Religionen und gesellschaftliche Themen.

Ein kalligrafisches Gebet für Berlin

Im Rahmen des Projekts #freiheitberlin auf dem Teufelsberg Drew.Lab_One ihr beeindruckendes Werk auf dem Buchstaben „H“, das sie „Sonne im Herzen“ nannte. Ihr Ziel war es ein geschriebenes Mantra in abstrakter Kalligrafie zu erschaffen. In einer Zeit, in der Freiheit ein schwindendes Konzept ist und digitale Technologien selbst die Unsicherheit der menschlichen Hand reproduzieren können, entschied sie sich, die Lesbarkeit der Schrift loszulassen. Stattdessen betonte sie die Poesie und Emotion der Handschrift – ein Ausdruck, der die Spuren unserer Geschichte von der Ursprünglichkeit bis zur Futuristik nachzeichnet.

Ihr Werk auf dem Buchstaben „H“ stellt ein solches kalligrafisches Mantra dar. Drew.Lab_One beschreibt es als „ein Gebet für eine Stadt, die einst ein Tempel der Innovation, Freiheit und ein Schmelztiegel der Kulturen war, jetzt aber Heimat von Bigotterie, Heuchelei und Gentrifizierung ist. In diesem neuen Berlin wende ich mich der Sonne meines Herzens zu, einem ewigen Licht, das nicht erlöschen kann: Das ist mein Geschenk an diese Stadt.

Von Neapel nach Berlin

Geboren am 17. Juni 1985 in Neapel, begann Drew.Lab_One ihre künstlerische Reise bereits im Alter von 13 Jahren im Forschungstheater. Ihre Leidenschaft für Porträtmalerei und Kalligrafie entwickelte sich in dieser Zeit und legte den Grundstein für ihren späteren Stil. Mit 20 Jahren, nach dem Abschluss ihres Studiums der modernen Philologie, verlagerte Drew.Lab_One ihre kreative Arbeit auf die Straßen. Die urbanen Wände Berlins wurden zu ihrer Leinwand und die Stadt selbst zu einem lebendigen Dialog, in dem sie ihre Gedanken und Kritik an der Gesellschaft zum Ausdruck brachte.

Drew.Lab_One kombiniert moderne Technologie mit ihrer Liebe zur klassischen Kalligrafie. Für sie geht es nicht mehr nur um die Lesbarkeit der Schrift, sondern um das Design selbst. Durch die Verschmelzung von arabischen, italienischen, kyrillischen und gotischen Schrifttraditionen hat sie einen einzigartigen Stil entwickelt, der fließende Gesten, geometrische Eleganz und strukturelle Kraft vereint. In ihren Street-Art-Werken schafft sie durch die Wiederholung von Wörtern und Zitaten in einer geheimen Sprache rituelle Räume. Diese Räume laden den Betrachter dazu ein, in einen Dialog mit dem Kunstwerk zu treten, und ermöglichen tiefe, fast spirituelle Erlebnisse. Für sie ist Kunst ein Ritual, das Worte in Mantras verwandelt, weil „Worte Realität erschaffen“. Ihre innovative Verbindung von Tradition und Moderne macht ihre Werke zu visuellen Mantras – kraftvolle „visuelle Klänge“, die die menschliche Erfahrung und das urbane Leben erforschen.

Der Weise Affe spricht erneut

Im März 2024 stellte Drew.Lab_One ein weiteres Werk am Teufelsberg vor: „All Animals Are Equal ft. Sage Monkey“, im Rahmen des Power of Female Art Festivals. Das Wandgemälde besteht aus drei Abschnitten und thematisiert Krieg, Propaganda und Julian Assange.

Im ersten Abschnitt lässt Drew.Lab_One ihre ikonische Figur, den Weisen Affen, sprechen. Dieser stellt die Frage: „Was ist mit nie wieder?“, eine Anspielung auf die gebrochenen Versprechen, nie wieder Kriege zu führen – insbesondere im Hinblick auf die Konflikte in der Ukraine und Palästina.

Der zweite Abschnitt zitiert George Orwells Animal Farm: „Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher als andere.“ Drew.Lab_One kritisiert damit die Ungleichheit und die Verlogenheit, die in unserer heutigen Gesellschaft weiterhin bestehen.

Im dritten Teil malt sie Julian Assange auf ein Stück Karton und setzt es den Elementen Berlins aus, als Symbol für seinen Zustand: vergessen und vernachlässigt. Drew.Lab_One überlässt es dem Betrachter zu entscheiden, ob er Assange „verrotten“ lässt oder etwas unternimmt, um ihm den Platz in der Gesellschaft zu geben, den er verdient. Sie fordert damit auf, über unsere Verantwortung gegenüber Helden wie ihm nachzudenken.

Drew.Lab_Ones Kunst hinterlässt nicht nur Spuren auf den Wänden Berlins, sondern in den Herzen der Menschen, die sich mit ihren Werken auseinandersetzen. Wusstest du, dass du Drew.Lab_Ones beeindruckendes Werk auf den Buchstabe H selbst entdecken kannst? Nimm an unserer Street Art Tour teil, besuche die berühmten Buchstaben und erlebe ihre einzigartige Kunst hautnah. Buche jetzt deine Tickets und tauche ein in die faszinierende Welt der Street Art!

Dan Kitchener – Urbane Kunst in leuchtenden Farben

Dan Kitchener, der bereits mit Stars wie Lenny Kravitz, Paul McCartney und Miley Cyrus zusammengearbeitet hat, gilt als wahre Legende der Street-Art-Welt. Mit seinem unverwechselbaren Stil hat er beeindruckende Wandgemälde rund um den Globus geschaffen, inspiriert von seinen Reisen durch Südamerika, Europa, Asien und Afrika. Doch was macht ihn und seine Kunst so einzigartig? Finde es in diesem Artikel heraus und erfahre mehr über seine Karriere, seinen Stil und sein Werk auf dem Teufelsberg.

Dans Weg zur Straßenkunst

Geboren 1974 in Essex, begann Dan Kitchener, auch bekannt als „DANK“, seine künstlerische Laufbahn an der Universität, wo er sich zunächst mit konzeptueller Kunst und Illustration beschäftigte. Doch schnell merkte er, dass dies nicht sein Weg war. Stattdessen fand er seine Leidenschaft im Erstellen von Underground-Comics und wandte sich immer mehr der Straßenkunst zu. Nach seinem Studium arbeitete Dan in der TV-Nachbearbeitung, wo er Animationen und Motion Graphics für TV-Werbespots, Musikvideos und Filmintros erstellte. Diese Arbeit ermöglichte ihm, Themen wie Beleuchtung, Komposition und dynamische Perspektiven zu erforschen – Elemente, die später seine Kunst prägen sollten.

Seine wahre Leidenschaft entdeckte Dan jedoch auf den Straßen von London. Er nutzte jede freie Minute, um neue Orte für seine Kunst zu finden und die Wände der Stadt mit seinen Werken zu füllen. Dieser unermüdliche Drang, sich kreativ auszudrücken, führte schließlich dazu, dass er seinen Job in der TV-Branche aufgab und Vollzeitkünstler wurde.

Ein Stück Tokio in Berlin

Dan Kitcheners Kunst ist stark von urbanen Themen geprägt, inspiriert vom täglichen Leben und den Eindrücken, die er in seiner Umgebung sammelt. Er entdeckt die Schönheit in den unscheinbarsten Ecken der Stadt und ist besonders fasziniert von der Wechselwirkung zwischen Licht, Schatten und Komposition. Ein herausragendes Beispiel für diesen Stil ist sein Mural auf dem Teufelsberg.

Das Wandgemälde zeigt eine regennasse Straße, beleuchtet von lebendigen Neonlichtern. Die Inspiration für solche Motive stammt aus seinen nächtlichen Streifzügen durch Tokio, wo er im strömenden Regen die Straßen fotografierte, um die perfekte Stimmung und Perspektive einzufangen. Diese Eindrücke setzt er in seinem dynamischen und farbenfrohen, modern-impressionistischen Stil um, der seine Kunst einzigartig und lebendig macht.

 

Kitchener geht es nicht nur darum, eine realistische Straßenszene darzustellen; er möchte die Emotionen und Stimmungen festhalten, die er in solchen Momenten erlebt. Seine Werke vermitteln mehr als nur das Offensichtliche – sie lassen den Betrachter spüren, wie es ist, mitten in einer pulsierenden Stadt zu stehen, erfüllt von Energie und Leben. Das Mural am Teufelsberg fängt genau diese Atmosphäre ein: Beim Betrachten kannst du dich fast nach Tokio versetzt fühlen und für einen Augenblick vergessen, dass du in Berlin bist.

Schnelligkeit und Präzision

Was Dan Kitchener so einzigartig macht, ist seine ungewöhnliche Technik. Dan arbeitet ausschließlich freihändig mit Sprühdosen, ganz ohne die Hilfe von Gittern, Schablonen, Hilfslinien oder Projektoren. Für ihn ist das Wandmalen ein Prozess, der allein dem Künstler gehören sollte. Deshalb erstellt er alle Referenzfotos selbst und gestaltet jede Komponente seiner Werke ohne Hilfe. Diese Methode verleiht seinen Werken eine dynamische und lebendige Qualität.

Dan Kitchener unterscheidet sich von vielen anderen Street Art Künstlern durch seine Schnelligkeit und seine Energie. Er ist bekannt für seine „Speed Paintings“, bei denen er riesige Wände in erstaunlich kurzer Zeit bemalt. Diese Geschwindigkeit ist kein Zufall, sondern Ergebnis eines durchdachten Ansatzes: Er hält sich körperlich fit, läuft täglich mehrere Kilometer und nutzt die Energie der Bewegung, um sich auf das Malen vorzubereiten. Dieser intensive Arbeitsstil ist für ihn sowohl eine körperliche als auch eine geistige Herausforderung, die er liebt.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Musik. Während er malt, hört Dan oft schnelle Techno- oder Trance-Musik. Diese Rhythmen helfen ihm, sich in einen kreativen Fluss zu versetzen, fast wie in einen Tagtraum. Er lässt sich von den Klängen treiben und taucht ganz in das Universum ein, das er gerade erschafft. Jedes Lied, das er während des Malens hört, wird für ihn zu einem Teil des Kunstwerks, eine Erinnerung an den Ort und den Moment, in dem es entstanden ist.

Mit seiner vielfältigen und einzigartigen Herangehensweise hat Dan Kitchener eine stetig wachsende Fangemeinde gewonnen. Seine Wandgemälde, Ausstellungen und Live-Painting-Events begeistern Menschen weltweit. Wenn du also das nächste Mal am Teufelsberg bist, nimm dich einen Moment Zeit, um sein Werk zu betrachten. Lass dich von den Farben, der Energie und der Atmosphäre mitreißen – vielleicht entdeckst du dabei selbst die Schönheit in den alltäglichsten urbanen Szenen.