Buchstabe I – Rabea Senftenberg – Eine Einzigartige Stimme der Street Art

In den Straßen Berlins bist du bestimmt schon vielen Formen von Street Art begegnet, doch kennst du Rabea Senftenberg? Ihre feinen und detailreichen Werke stechen besonders hervor. Sie zählt zu den bekanntesten Street-Art-Künstlerinnen Deutschlands und ist eine bedeutende weibliche Stimme in dieser Kunstszene.

Subtilität in einer farbenfrohen Welt

Rabea Senftenbergs Kunst ist einzigartig. Im Gegensatz zu vielen anderen Street-Art-Künstler*innen, die überwiegend mit Sprühdosen arbeiten, bevorzugt sie Tinte, Marker, Tusche und Stifte. Diese Werkzeuge ermöglichen es ihr, ein unverwechselbares Universum auf die Wände Berlins zu bringen. Ihre Motive – Geister, Katzen, Monster und Roboter – sind meisterhaft in Schwarz-Weiß gezeichnet und bevölkern Eingangstüren, Regenrinnen, Hauswände und die verstecktesten Ecken der Stadt.

 

Rabeas Werke überwinden geografische und kulturelle Grenzen. Ihre Kunst erzählt Geschichten, die sowohl persönliche als auch universelle Themen wie Identität, Freiheit und die täglichen Herausforderungen des Lebens ansprechen. Besonders faszinierend ist ihre Fähigkeit, mit wenigen Mitteln komplexe Emotionen darzustellen. Ihre schwarz-weißen Figuren haben eine zeitlose Qualität, die Betrachtende einlädt, genauer hinzusehen. Jeder Strich und jedes Detail ist sorgfältig durchdacht und trägt zur Wirkung des Gesamtwerks bei.

Rabeas Kunst bietet eine subtile Perspektive in einer Welt, die oft von farbenfrohen, großflächigen Murals dominiert wird. Ihre Werke sind detailreich, monochrom und dennoch kraftvoll – ein Beweis dafür, dass Schwarz-Weiß-Bilder genauso eindrucksvoll sein können wie farbenfrohe Werke. Mit jeder Figur, die sie zeichnet, schafft Rabea eine Verbindung zu den Menschen, die ihre Kunst betrachten. Ihr unverkennbarer Stil hat ihr nicht nur in der Street-Art-Szene, sondern auch in Galerien in ganz Europa Anerkennung eingebracht. Von Berlin bis Athen können ihre Werke bewundert und erworben werden, sei es auf Leinwänden, als Illustrationen oder sogar auf Pflastersteinen (Dr. Diana Marossek, Street Art Berlin).

Ihre Kunst findet sich aber auch auf alltäglichen Objekten, die sie in einzigartige Kunstwerke verwandelt. Stühle, Helme, Vasen und sogar der ikonische Berliner Bär werden durch ihre Hand zu Kunstwerken, die Kunst und Alltag verschmelzen lassen. Rabea zeigt, dass Kreativität überall ihren Platz finden kann.

Freiheit in Schwarz-Weiß

Ihr unverwechselbarer Stil ist auch auf dem Teufelsberg zu finden, wo sie den Buchstaben „I“ mit ihrer charakteristischen schwarz-weißen Kunst bemalt hat. Dieses Werk ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Rabea mit einfachen Mitteln tiefgründige und beeindruckende Kunst schafft, die zum Nachdenken anregt.

 

Für Rabea bedeutet die Freiheit, die Berlin bietet, vor allem, sie selbst sein zu können. „Es gibt kaum einen größeren Luxus“, sagt sie. Mit wenigen Worten und klaren Linien bringt sie diese Freiheit in ihrer Kunst zum Ausdruck. „wtf. Wahnsinnig. Tolerant. Frei.“ Diese Worte fangen die Essenz ihres Berlins ein und laden die Betrachter dazu ein, ihre eigenen Interpretationen zu finden.

Rabea Senftenberg lebt und arbeitet weiterhin in Berlin, und ihre Werke erinnern uns daran, dass Kunst keine Grenzen kennt. In einer Stadt, die für ihre Vielfalt und Offenheit bekannt ist, hat Rabeas Kunst einen besonderen Platz gefunden. Sie hat ihren eigenen Weg eingeschlagen und sich dabei als bedeutende Stimme in der Street-Art-Szene etabliert. Ihre Kunst ist nicht laut oder bunt, sondern subtil und vielschichtig – und genau darin liegt ihre besondere Kraft.

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Alaniz – Mit Murals gegen Ungerechtigkeit

Wenn du durch Neukölln schlenderst, könnten dir kraftvolle Murals auffallen, die dich sofort in ihren Bann ziehen. Sie stammen mit hoher Wahrscheinlichkeit von Alaniz, einem argentinischen Street Artist, der hier lebte und tiefe Verbindungen zu den Menschen und Orten aufbaute, die bis heute seine Kunst prägen. Doch wer ist dieser Künstler, der Berlins Mauern und viele Städte weltweit zum Leben erweckt?

Von verlassenen Fabriken zur Street-Art

Alaniz begann seine Reise in der Street-Art-Szene 2011 in Berlin. Ohne formale Kunstausbildung entwickelte er selbst seinen eigenen Stil in den verlassenen Fabriken und Lost Places Berlins. Diese Orte boten ihm die Freiheit, ohne Einschränkungen zu experimentieren. Einer dieser Ort war der Teufelsberg, wo er bereits 2011, als der Ort noch nicht öffentlich zugänglich war, die Gebäude bemalte. Teufelsberg wurde für Alaniz im Laufe der Jahre zu einem kreativen Spielplatz, einem Ort, zu dem er immer wieder zurückkehrte, um neue Werke zu schaffen und sich weiterzuentwickeln. Der Ort ist für ihn nicht nur ein Platz künstlerischen Schaffens, sondern auch voller persönlicher Erinnerungen.

In dieser Zeit entdeckte Alaniz die Werke des italienischen Street Artists Blu, dessen monumentale Murals und innovative Techniken ihn tief beeinflussten. Besonders fasziniert war Alaniz von Blus Einsatz von Teleskopstangen und Farbrollern, mit denen er großflächige Wandbilder schuf. Alaniz übernahm diese Technik und entwickelte sie weiter, um kraftvolle Botschaften auf hohen Wänden zu hinterlassen.

Ein weiterer entscheidender Einfluss auf Alaniz’ Arbeit war die politische Rockmusik aus seiner Heimat Argentinien. Diese Musik, geprägt von Protest und Widerstand, inspirierte ihn dazu, Kunst als Mittel des politischen Ausdrucks zu nutzen. Für Alaniz geht es bei seiner Kunst nicht nur um Ästhetik, sondern auch um das Vermitteln wichtiger Botschaften und das Anprangern von sozialen Missständen. Mit seinen Murals setzt er sich aktiv gegen Rassismus, Segregation, Diskriminierung und soziale Ungleichheit ein.

Von Anfang an zeichnete sich Alaniz durch seine Leidenschaft aus, Kunst zu den Menschen zu bringen, die oft keinen Zugang zu Galerien oder Museen haben. Er sieht die Straßen als seine Leinwand und möchte mit seiner Kunst eine direkte Verbindung zum Publikum aufbauen. Für ihn ist es wichtig, dass Kunst nicht nur in exklusiven Galerien stattfindet, sondern direkt in den Straßen, wo sie von allen gesehen und erlebt werden kann.

Globale Verbindungen

Seit 2015 führt Alaniz ein nomadisches Leben – ein Lebensstil, der auch als Statement gegen Grenzen verstanden werden kann. Er reist von Stadt zu Stadt, von Land zu Land, und hinterlässt überall Spuren seiner Kunst. Obwohl er Berlin 2016 offiziell verließ, kehrt er immer wieder zurück, um neue Projekte zu realisieren. Seine Werke sind geprägt von den Menschen und Traditionen, die er auf seinen Reisen kennenlernt. Er sucht nach den Gemeinsamkeiten zwischen den Kulturen und bringt diese in seinen Murals zum Ausdruck. Für Alaniz ist Kunst eine universelle Sprache, die Barrieren überwindet und Menschen zusammenbringt.

Wut und Frustration: Alaniz‘ poetische Kritik

Eines seiner bekanntesten Murals in Berlin entstand im Juni 2021 und befindet sich auf dem Teufelsberg. Dies Werk geht weit über reine Ästhetik hinaus und ist eine kraftvolle Kritik an den Ungerechtigkeiten der sogenannten Ersten Welt, die ihre Macht und Ressourcen nutzen, um andere Länder auszubeuten und zu unterdrücken.

In einem Gedicht bringt Alaniz seine Wut und Frustration über das System zum Ausdruck: „Scheiß auf deine Grenzen, deine Fronten, deine Spaltungen, deine Polizei und die Moral deiner Mutter, deine Kirche, deine Regierung, deine Ängste und Unsicherheiten, dein Ego und deinen unbegründeten Stolz. Scheiß auf deine Diskriminierung, deine Segregation, deine Religion, dein Geld und deinen luxuriösen Lebensstil. Scheiß auf dein Facebook, dein Instagram, deine Follower, deine Hater, deine Stalker und deine Freunde. Nichts davon spielt wirklich eine Rolle, wenn du Nationen überfällst, Länder zerstörst und Unschuldige ermordest, um dein System am Laufen zu halten. Du bist der schlimmste Abschaum der Erde.

Diese Worte spiegeln die tiefe Enttäuschung über die Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten wider, die Alaniz in der Welt sieht. Für ihn symbolisieren die Grenzen, die mächtige Nationen ziehen, ihre Politik der Ausgrenzung und Ausbeutung. Obwohl die Technologien existieren, um globale Ungleichheiten zu lösen, fehlt es denjenigen, die die Macht haben, an Interesse, das Leben der Menschen zu verbessern.

Für Alaniz ist Kunst nicht nur Ausdruck, sondern auch ein Werkzeug des Widerstands und der Veränderung. Trotz der oft düsteren Themen in seinen Werken bleibt er ein Künstler, der an die Möglichkeit einer besseren Welt glaubt. „Jeder hat seinen Teil zur Veränderung der Welt beizutragen“, sagt er und ist überzeugt, dass auch die kleinsten Taten einen Unterschied machen können.

Wenn du mehr über Alaniz und seine Werke erfahren möchtest, komm vorbei und erlebe seine Kunst hautnah – sie erzählen die Geschichte eines Künstlers, der die Welt durch seine Kunst verändern möchte.

Buchstabe E – CokyOne’s künstlerische Vision in Berlin

In den pulsierenden Straßen Berlins, wo Graffiti und Street Art die Wände der Stadt schmücken, sticht ein Name besonders hervor: Cokyone. Der 1985 in Aachen geborene Künstler hat sich in den letzten Jahren einen Namen gemacht, indem er die urbane Kunstszene mit seinen einzigartigen Wandgemälden und personalisierten Designs bereichert. Entdecke in diesem Blogbeitrag, wie Cokyone seine Leidenschaft für Street Art in atemberaubenden Kunstwerken verwandelt und welche Botschaften er uns damit vermittelt.

CokyOnes Reise in die Street Art

Cokyone ist ein urbaner Künstler, der seit 2020 in Berlin lebt. Seine Reise in die Welt der Street Art begann im zarten Alter von 12 Jahren, inspiriert von seinem Bruder Michael. Was als Jugendabenteuer auf legalen und illegalen Wänden begann, wurde nach einem schicksalhaften Zwischenfall im Jahr 2003, als er sich beim Flüchten vor der Polizei das Bein brach, zu einer ernsthaften Leidenschaft.

Obwohl seine Bewerbung an der Universität der Künste Düsseldorf abgelehnt wurde, ließ sich Cokyone nicht entmutigen. Er tauchte tiefer in die Welt der Street Art ein und entwickelte seine Fähigkeiten sowohl in der Graffiti-Kunst als auch in der professionellen Malerei weiter. Sein Werk vereint abstrakte Graffiti-Elemente mit fotorealistischen Maltechniken und fokussiert sich auf großflächige Wandgemälde und Indoor-Malerei.

 

Bekannt ist Cokyone für seine fesselnden Darstellungen von Tieren und Charakteren, die ihn an seine Kindheit erinnern. Diese Kindheitshelden und Tiere inspirieren ihn, da sie „unschuldige Wesen in einer verrückten und bunten Welt, die von der menschlichen Kultur beeinflusst ist“ darstellen. Oft reflektieren seine Bilder soziale und gesellschaftskritische Themen, wobei der Mensch als Umweltzerstörer besonders im Fokus steht.

Maßgeschneiderte Kreativität

Neben seiner Arbeit als Graffiti-Künstler hat Cokyone auch eine erfolgreiche Praxis im Bereich maßgeschneiderter Kleidung aufgebaut. Besonders bekannt ist er für das Design personalisierter Sneakers, die seine Kreativität und Vielseitigkeit unter Beweis stellen. Er hat umfangreiche Erfahrung und kann innerhalb kürzester Zeit fast jede Art von Design und Bildern umsetzen.

Zusätzlich bietet Cokyone auch maßgeschneiderte Kunst für verschiedene Räumlichkeiten an. Er malt Wandgemälde, die zu einem vorgegebenen Thema in Restaurants, Bars oder Cafés passen. Dabei nutzt er Spraydosen, Airbrush-Techniken oder Pinsel.

Freiheit in Farbe

Ein eindrucksvolles Beispiel für Cokyones Kunst findet sich auf dem Teufelsberg, wo er den Buchstaben „E“ gestaltet hat. Hier hat er das Thema Freiheit visuell umgesetzt, indem er zwei verschiedene Vögel als Symbole für Freiheit darstellt: einen Adler und eine Schwalbe – „Das Fliegen symbolisiert eigentlich immer schon die Freiheit und da ich meistens Tiere in meinen Bildern darstelle, hat das gut gepasst.“ Der Adler, der auf einer Seite des Buchstabens abgebildet ist, steht für Kraft, Mut und Freiheit und wird häufig als Wappentier verwendet. Auf der anderen Seite zeigt Cokyone eine Schwalbe, die Hoffnung, Glück und ebenfalls Freiheit verkörpert. Mit starken Kontrasten und auffälligen Farben bringt seine Kunst Farbe in die graue Welt. „Farbe hat für mich auch einen Hauch von Freiheit“, erklärt er.

 

Der Begriff Freiheit hat natürlich viele Facetten. Für mich ist es in erster Linie die künstlerische Freiheit, die bei solchen Projekten im Vordergrund steht. Da ich auch viele Arbeiten mache, wo es Vorgaben zum Motiv gibt, ist es für mich umso wichtiger bei manchen Bildern komplett frei arbeiten zu können. Das ist für mich Freiheit- keine Vorgaben oder Anforderungen und einfach malen wonach mir gerade ist. Das ist ein sehr wichtiger Ausgleich zu meiner sonstigen Arbeit geworden und ich merke immer wieder, wie sehr ich das auch brauche.

Cokyones Kunst auf dem Teufelsberg ist ein beeindruckendes Beispiel für seine Fähigkeit, tiefere Themen durch Street Art zu vermitteln. Sie ist ein Aufruf, die Freiheit zu feiern und die Welt durch die Augen der Kunst zu sehen. Besuche den Teufelsberg, um Cokyones Werk selbst zu erleben und die Magie seiner Kunst zu spüren.

Benzi Brofman – Ein Künstler, der die Welt bewegt

Hast du schon einmal ein Kunstwerk erlebt, das deine Sicht auf die Welt verändert hat? Benzi hat die Gabe, genau solche Kunstwerke zu schaffen und wir freuen uns sehr, dass er auch eines davon auf dem Teufelsberg hinterlassen hat. Lass dich von seinen faszinierenden Wandgemälden in den Bann ziehen und entdecke in diesem Beitrag die Geschichten dahinter.

Vielseitige Kunstwerk

Benzi Brofman ist ein Street Art Künstler und Wandmaler aus Migdal HaEmek im Norden Israels. Ohne eine formale Kunstausbildung hat er sich seinen Weg in die Welt der Wandmalerei selbstständig gebahnt. Heute hinterlässt er seine künstlerischen Spuren in verschiedenen Städten weltweit. Wenn du also mal in Wien, Barcelona oder Budapest unterwegs bist, halte die Augen offen nach seinen Werken. Besonders die berühmte Brick Lane in London gehört zu seinen bevorzugten Orten zum Sprühen.

Brofman gestaltet nicht nur Graffiti-Wände in Städten auf der ganzen Welt, sondern kreiert auch Wandkunst für Restaurants, High-Tech-Büros und Gemeinden. Seine kreativen Ideen haben unter anderem Eisdielen in Berlin und Bagel Geschäfte in London bunter gemacht.

Darüber hinaus veranstaltet er Graffiti-Partys für Kinder, Workshops für Unternehmen und hält Vorträge über Graffiti. Er ist nicht nur in der Geschäftswelt aktiv, sondern engagiert sich auch in freiwilligen und gemeinschaftlichen Projekten zur Förderung sozialer Anliegen, wie der Prävention von Mobbing unter Kindern und Jugendlichen sowie der Förderung von Menschenrechten. Seine künstlerischen Aktivitäten dienen oft dazu, Bewusstsein für verschiedene soziale Themen zu schaffen und Gesellschaft zusammenzubringen.

Kunst als Antwort auf Gewalt

Am 7. Oktober 2023 entging Brofman nur knapp den tödlichen Hamas-Angriffen. Einen Tag zuvor war er bei einer Veranstaltung im Kibbutz Re’im, wo er live auf einem Trance-Event malte. Eigentlich wollte er das Wochenende dort verbringen, verließ die Gegend jedoch frühzeitig, da seine Frau krank war und er ein ungutes Gefühl hatte. Seitdem widmet er seine Kunst hauptsächlich der Opfer und Entführten des Hamas-Massakers. Seine Porträts dieser Menschen tragen die eindringliche Botschaft „Bring them home now“. Das erste dieser Werke entstand in Haifa. Danach bat ihn die israelische Botschaft in London, mit seinen Graffitis auf die schreckliche Situation der Geiseln aufmerksam zu machen, gefolgt von einem Auftrag in Berlin.

Girls just want to have fun

Brofmans bevorzugter Stil sind realistische Porträts in Schwarz-Weiß mit farbenfrohen Hintergründen und begleitenden Texten. Seine größte Inspiration ist die Menschen selbst, mit der Hoffnung, dass seine Werke Freude, Inspiration oder Trost spenden – „Menschen kommen vor der Kunst“, sagt er. Schon als Kind faszinierten ihn die Gesichter und besonders die Augen der Menschen, durch die man viel über sie erfahren kann. In vielen seiner Werke finden sich Texte, die zum Nachdenken anregen und seine Botschaften klarer vermitteln. Ein solches Werk schuf Benzi auch auf dem Teufelsberg.

„Das Wandbild, das ich auf dem Teufelsberg gemalt habe, kombiniert eine wichtige Botschaft mit Humor – zwei Charaktere aus dem Goldenen Zeitalter und eine Katze mit der Botschaft, dass man jeden Moment im Leben genießen sollte, egal wie alt man ist. Es ist alles eine Frage der Einstellung, und selbst wenn man 70 Jahre alt ist, kann man jung sein und das Leben in vollen Zügen genießen.“

          Seine Kunst ist nicht nur eine visuelle Darstellung, sondern eine tiefere Botschaft des Lebens und der Menschlichkeit. Seine realistischen Porträts und die farbenfrohen Hintergründe sind eine Feier des menschlichen Geistes und eine Erinnerung daran, jeden Tag zu schätzen und das Beste daraus zu machen.

Benzi Brofmans Kunst geht unter die Haut und bewegt Herzen. Trotz aller Schwierigkeiten hat seine Leidenschaft für die Kunst und insbesondere für Wandmalereien die negativen Stimmen der Vergangenheit und seine Ängste überwunden. Heute nutzt er seine Kunst, um Kinder und Jugendliche zu stärken und Kunst zu schaffen, die anderen Menschen guttut. Lass dich von seinen Werken inspirieren und besuche den Teufelsberg, um die Magie seiner Kunst hautnah zu erleben. Bis dahin schau dir unser spannendes Instagram Reel über Benzi an!

 

Buchstabe R – Kunst und Magie von Orson

Heute enthüllen wir das Talent hinter dem Buchstaben ‚R‘ im beeindruckenden #FreiheitBerlin-Schriftzug. Der renommierte Graffiti-Künstler Orson hat diesen Buchstaben gestaltet und verleiht ihm seine ganz persönliche Note. Begleite uns auf dieser spannenden Reise durch Orsons kreative Welt!

Die aufregenden 90er Jahre in Berlin

Aufgewachsen in Berlin, begann Orsons Reise in den 90er Jahren, einer Zeit, als die Graffiti-Szene in der Hauptstadt aufblühte. Berlin bot unzählige Freiflächen und Wände, die es zu gestalten galt – perfekte Bedingungen für einen jungen, aufstrebenden Künstler wie Orson.
Die 90er Jahre waren für Graffiti-Künstler in Berlin eine aufregende Zeit. Es war eine Zeit des Experimentierens und der gegenseitigen Inspiration. Die Mauern und Wände Berlins wurden zu lebendigen Galerien, die die rebellische und freie Natur der Stadt widerspiegelten. So hat auch Orson mit seinen Werken den Mauerpark und andere Orte Berlins bunter gemacht. Halte also deine Augen offen, denn an vielen farbenfrohen Graffiti-Werken kannst du Orsons Tag erkennen.

Was ist aber ein Tag? Ein Tag ist mehr als nur eine Signatur – es ist das Markenzeichen der Graffiti-Künstler*innen. Es handelt sich meist um eine stilisierte Version ihres Künstlernamens, die oft in einer einzigartigen und wiedererkennbaren Weise gestaltet ist. Tags sind ein wichtiger Teil der Graffiti-Kultur, da sie es den Künstler*innen ermöglichen, ihre Identität und ihren individuellen Stil zu zeigen.

Orsons Kunststil: Writing, Lettering und Comic Art

Orson hat die 90er Jahre genutzt, um seine Techniken zu verfeinern und einen eigenen Stil zu entwickeln, der klassische Graffiti-Techniken mit innovativen Elementen verbindet. Er hat sich durch sein klassisches Writing, Lettering und Comic Art einen Namen gemacht. Was bedeutet das genau? Lass uns einen Blick auf seine Techniken werfen.

Writing bezieht sich auf das Sprühen von Buchstaben und Wörtern, oft in einer komplexen und künstlerischen Weise. Lettering hingegen fokussiert sich auf die Gestaltung der Buchstaben selbst, oft mit verschiedenen Stilen und Effekten. Ein weiteres wichtiges Element in Orsons Werken ist die Comic Art. Diese Technik nutzt er, um lebendige und ausdrucksstarke Charaktere zu schaffen. Dabei greift er sowohl auf klassische als auch auf moderne Comic-Charaktere zurück, um seinen Werken eine zusätzliche Dimension zu verleihen.

Graffiti-Zauber auf dem Teufelsberg

Ein besonders beeindruckendes Beispiel für Orsons Können findet sich auf dem Teufelsberg, wo er mit klassischen Comic-Charakteren gearbeitet hat. Diese Werke zeigen seine Fähigkeit, traditionelle Techniken mit modernen Einflüssen zu kombinieren und so einzigartige Kunstwerke zu schaffen.

 

Eines der bemerkenswertesten Werke von Orson auf dem Teufelsberg ist der Buchstabe ‚R‘ im #FreiheitBerlin-Schriftzug. „Kunst ist für mich Freiheit! In guten wie in schlechten Zeiten. Zu machen, was ich möchte, im Himmel oder in der Hölle.“ Diese Philosophie hat er in das ‚R‘ eingebracht. Seine Darstellung eines Engels und eines Teufels auf dem ‚R‘ symbolisiert die duale Natur der Kunst – himmlisch und höllisch zugleich. Orson freute sich besonders darüber, diesen Buchstaben zu malen, da das ‚R‘ auch in seinem Tag vorkommt.

Orson ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie Leidenschaft und Hingabe zu beeindruckender Kunst führen können. Buche jetzt unsere Street Art Tour und entdecke die Kunst von Orson und anderen talentierten Künstler*innen. Sei dabei und erlebe die kreative Freiheit auf dem Teufelsberg! Vielleicht wirst du inspiriert, deine eigene kreative Reise zu beginnen.